Dachstuhlbrand entpuppt sich als Kabelbrand einer Photovoltaikanlage

02.07.2026
Feuerwehr
Zu einem Dachstuhlbrand in einem ortsansässigen Industrieunternehmen wurden am Mittwochmittag gegen 12:45 Uhr die Feuerwehren Mömbris, Niedersteinbach und Schimborn sowie der zuständige Kreisbrandinspektor Georg Thoma alarmiert.

Bereits während der Erkundung durch den Einsatzleiter war eine starke Rauchentwicklung auf dem Dach der Werkshallen erkennbar. Ein Dachstuhlbrand bestätigte sich allerdings nicht, denn dieser entpuppte sich zu einem Kabelbrand der installierten Photovoltaikanlage. Ein mit schwerem Atemschutz ausgestatteter Trupp begann über die Drehleiter mit der Brandbekämpfung und konnte das Feuer schnell unter Kontrolle bringen. Ein weiterer Atemschutztrupp kontrollierte währenddessen den Innenraum der Halle. Ein Übergreifen der Flammen auf diesen sowie das Hallendach konnte glücklicherweise verhindert werden.

Nachdem der Brand den Hauptkabelstrang zu den Wechselrichtern betraf, gestalteten sich die langwierigen Nachlöscharbeiten schwierig, da weiterhin hohe Spannungen auf den Kabeln vorhanden waren. Gemeinsam mit einer Fachfirma mussten über 100 Kabel einzeln durchtrennt und isoliert werden. Nur so konnte die Spannung der Module genommen werden. Hierbei kam es immer wieder zu Lichtbögen und kleinen Entstehungsbränden, die abgelöscht werden mussten.

Gegen 17:00 Uhr waren alle Kabel entsprechend gesichert und der Einsatz konnte beendet werden.
Bei den Löscharbeiten verletzte sich ein Feuerwehrmann leicht und wurde durch den anwesenden Rettungsdienst zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Er konnte die Klinik allerdings noch am selben Tag wieder verlassen.

Bemerkenswert war das umsichtige Handeln der Mitarbeiter, die durch manuelles Auslösen der Brandmeldeanlage das komplette Werk sofort geräumt hatten und die Feuerwehr mit ihrer Kenntnis zum Objekt und der Anlage unterstützen konnten. Ein weiterer Dank gilt der Fachfirma für PV-Anlagen für die schnelle und unkomplizierte Hilfe.